1. Herren Regionalliga

Ganz großes Volleyball – GWE gewinnt das geilste Saisonfinale aller Zeiten

Foto von links:
oben: Ronald von Possel, Arne Finnern, Thomas Decker, Felix Fillips, Nils Krause, Jan Ruhrig (Kapitän), Norman Tannert, Florian Renzig, Andreas Schirber
unten: Johann Hagenow, Koray Anilir, Maik Dankert, Carlos Santos (Trainer), Georg Wegner, Felix Welckenbach, Florian Stumpf
Fehlend: Sebastian Jepsen

Nach einer durchwachsenen Saison für beide Mannschaften stand am 25.03.2017 der Abschlussshowdown an. Der Niendorfer TSV und SV Grün-Weiß Eimsbüttel standen sich am letzten Spieltag mit nur einer Frage gegenüber: Wer würde die Klasse aus eigener Kraft halten können. Die Vorzeichen waren gemischt. Grün-Weiß hatte aus den letzten 3 Spielen keine Punkte mitnehmen können. Doch die Eimsbüttler hatten sich mehr vorgenommen. 3 Wochen mit Testspiel und hoher Trainingsbeteiligung waren dem Saisonabschluss voraus gegangen. Ganz anders die Niendorfer. 1 Sieg und 2 Punkte nach 2:3 Niederlagen waren in den letzten 3 Spielen erzielt worden und dadurch die Chance auf den Klassenerhalt gewahrt. Die Vorbereitung sah hingegen weniger viel versprechend aus. Nach Bericht der NTSVler war die Trainingsbeteiligung der letzten Wochen mau, hinzu kamen einige Verletzungssorgen.

Unter diesen Vorzeichen kam es vor etwa 100 Zuschauern zum Hamburger Regionalliga-Finale. Der Einstieg gestaltete sich für die Eimsbüttler denkbar schlecht. Der NTSV spielte in der Manier der letzten Spiele routiniert und stabil auf. Zudem zog sich der GWE-Kapitän Jan Ruhrig bereits nach 7 gespielten Punkten einen Muskelfaserriss zu. Im ersten Satz ließ sich dieser Ausfall noch leidlich kompensieren. Dank der im Vergleich zu den letzten Partien stabilisierten Annahme konnte die Punktelücke klein gehalten werden. Zum Satzgewinn reichte es zunächst trotzdem nicht. Niendorf gewann den ersten Satz knapp aber verdient mit 27:25.

Im zweiten Satz zeigten sich die aktuellen Defizite und der Ausfall des Kapitäns der Eimbüttler deutlicher. Trotz erneut starker Annahme und engagierter Offensive fehlte die entscheidene Durchsetzungsfähigkeit. Auch ausreichender Druck der Aufschläge auf die Niendorfer Defensive fehlte. Dies wurde vom NTSV souverän genutzt. Vor allem gegen die exzellenten Mittelangriffe der Gäste fand sich kein probates Mittel. Trotz vieler Wechselversuche in der Offensive ging der 2 Satz mit 25:19 deutlich an den Regionalligaplatzhirsch.

Für den 3. Satz planten die Grün-Weißen ihre vorherige Aufstellung vollständig um. Diagonal auf Außen, Zuspiel auf Diagonal und (angeschlagener) 2. Zuspieler aufs Feld. Dies brachte zunächst vor allem mehr Frische ins Spiel. Die Angriffe waren druckvoller, die Feldabwehr und der Block wacher als zuvor. Trotz 2-Mann-Annahme, in der sich vor allem Neuzugang Nils Krause als Ruhepol auszeichnete, konnten die Eimsbüttler ihre Defensive stabil halten. Den Durchbruch brachte der Aufschlag. Aus dem Nichts heraus stiegen Druck und Quote der Sprungaufschläge entscheidend. Asse und direkte Punkte lösten sich ab. Niendorf fand keine Mittel gegen diesen Rhythmuswechsel, sodass der 3. Satz auch in der Höhe (25:16) verdient an die Gastgeber ging.

Auch im Anschluss konnten die Eimsbüttler die Gäste mit wieder gefundenen Stärken unter Druck setzen. Die trotz Dezimierung gute Annahme und die gebesserte Offensivkraft brachten die Regionalliga-Neulinge in Führung. Die weiterhin enorm druckvollen Aufschläge beraubten die Niendorfer Gäste ihrer Stärken. Die Annahme wurde fehleranfällig, wodurch die Mittelangriffe an Quantität und Qualität deutlich einbüßten. So ging auch der 4 Satz verdient an die Grün-Weißen.

15 Punkte zum Klassenerhalt.
Wie im 4. Satz gaben die Eimsbüttler das Tempo vor. Die trotz aller Umstände weiterhin präzise Annahme trug die Eimsbüttler zur Führung. Kluge Offensivaktionen und harte Sprungaufschläge setzen die Niendorfer weiterhin unter Druck. Den Gästen fehlten entscheidende Antworten, sodass das Spiel vor brodelnd grün-weißer Kulisse am Ende knapp aber verdient mit 15:11 und 3:2 an die 1. Herren aus Eimsbüttel ging.

Damit stehen die 1. Herren als bester Aufsteiger und bestes Hamburger Regionalliga-Team nach 6 Vereinsrekorden in Folge vor ihrer 2. Saison in der Regionalliga Nord. Wir bedanken uns bei allen Unterstützern und Fans, insbesondere bei Andreas Wurche und den 1. Damen von GWE, für das geilste Eimsbüttler Saisonfinale aller Zeiten.

Bericht: Johann Hagenow

 

Imagemovie vom letzten Spieltag:  You Tube

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